PROJEKTE


Gebietsbetreuer in Bayern

Seit ihrer Etablierung im Jahr 2003 ist die Betreuung ökologisch sensibler Gebiete ein wichtiger Baustein zur nachhaltigen Entwicklung der Umwelt in Bayern und damit zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie geworden. Denn Gebietsbetreuer*innen sind wichtige Ansprechpartner "vor Ort", die auf regionaler Ebene mit der Vermittlung von umweltrelevantem Wissen zur Wertschätzung ökologisch besonders bedeutsamer Gebiete beitragen.

Neben ihren Tätigkeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung wirken Gebietsbetreuer*innen auch bei der Erfassung und Überwachung der seltenen Tier- und Pflanzenarten des jeweiligen Gebietes mit. Darüber hinaus sind sie wichtige Informationsmultiplikatoren, die den Bürgern die Ziele von Natura 2000, der Vernetzung der Schutzgebiete Europas, und damit die überregionalen Zusammenhänge der Natur näher bringen sollen.

Bei den Führungen der Gebietsbetreuer*innen kann man die Natur hautnah erleben und sowohl die spektakulären als auch die versteckten Schätze Bayerns kennenlernen.

In Zeiten von Corona-Beschränkungen suchen viele Bürger*innen Erholung in der Natur. Daher kommt der Besucherlenkung und Aufklärung in den schützenswerten Gebieten durch die Gebietsbetreuer*innen eine hohe Bedeutung zu.

Aktuell gibt es in Bayern 56 Gebietsbetreuungsprojekte. Dabei werden 55 ökologisch sensible und hochwertige Gebiete von insgesamt 66 Personen betreut sowie das Bibermanagement in Nord- und Südbayern durch je eine Person gewährleistet.

Internetauftritt

Für die Gebietsbetreuer*innen wurde ein eigener Internetauftritt erstellt, der die derzeit besonders schützenswerten Gebiete in Bayern vorstellt und die jeweiligen Ansprechpartner bzw. Gebietsbetreuer benennt:

Gebietsbetreuer in Bayern - Naturschutz. Für Dich. Vor Ort.

Auf einen Blick: Gebietsbetreuung der einzelnen Regierungsbezirke

Bibermanagement in Bayern

Derzeit gibt es jeweils einen Bibermanager für Süd- und Nordbayern

Förderung

Der Bayerische Naturschutzfonds fördert gemäß seiner Satzung Bestrebungen für die Erhaltung der natürlichen Umwelt und der natürlichen Lebensgrundlagen. Alle bisher etablierten Gebietsbetreuungen können auch in der neuen Förderperiode von 1. April 2021 bis 31. März 2024 in gleichem Umfang fortgeführt werden.
Informationen zur Förderung

Broschüre Das Gebietsbetreuermagazin

Bildreich stellen die Gebietsbetreuer Bayerns in dieser Broschüre einzigartige Landschaften und seltene Arten Bayerns sowie die vielfältigen Naturschutzaktivitäten der Gebietsbetreuerinnen und Gebietsbetreuer vor.
Broschüre GEBIETSBETREUER IN BAYERN

Veranstaltungen

Gebietsbetreuer - "Naturschutz. Für Dich. Vor Ort." - Renaturierung der Moorgebiete im Eglinger Filz

Die Förderung der Gebietsbetreuung ist ein bayerisches Erfolgsmodell des kooperativen Naturschutzes vor Ort. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen haben Vertreter von Naturschutzverbänden, des Zentrums für Umwelt und Kultur, der Naturschutzbehörden und des Bayerischen Bauernverbandes die "Tölzer Moorachse" gegründet, um die Renaturierung der Moorgebiete im Eglinger Filz voranzutreiben.

Staatsminister Thorsten Glauber hat sich am 05. Juli 2019 im Rahmen einer Moorwanderung über das Projekt informiert.