PROJEKTE


Gebietsbetreuer in Bayern

Seit ihrer Etablierung im Jahr 2002 ist die Betreuung ökologisch sensibler Gebiete ein wichtiger Baustein zur nachhaltigen Entwicklung der Umwelt in Bayern und damit zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie geworden. Denn Gebietsbetreuer*innen sind wichtige Ansprechpartner "vor Ort", die auf regionaler Ebene mit der Vermittlung von umweltrelevantem Wissen zur Wertschätzung ökologisch besonders bedeutsamer Gebiete beitragen.

Neben ihren Tätigkeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung wirken Gebietsbetreuer*innen auch bei der Erfassung und Überwachung der seltenen Tier- und Pflanzenarten des jeweiligen Gebietes mit. Darüber hinaus sind sie wichtige Informationsmultiplikatoren, die den Bürgern*innen die Ziele von Natura 2000, der Vernetzung der Schutzgebiete Europas, und damit die überregionalen Zusammenhänge der Natur näher bringen sollen.

Bei den Führungen der Gebietsbetreuer*innen kann man die Natur hautnah erleben und sowohl die spektakulären als auch die versteckten Schätze Bayerns kennenlernen.

In Zeiten von Corona-Beschränkungen suchen viele Bürger*innen Erholung in der Natur. Daher kommt der Besucherlenkung und Aufklärung in den schützenswerten Gebieten durch die Gebietsbetreuer*innen eine immer höhere Bedeutung zu.
Aktuell gibt es in Bayern 61 Gebietsbetreuungsprojekte. Dabei werden 60 ökologisch sensible und hochwertige Gebiete von über 70 Personen betreut sowie das Bibermanagement in Nord- und Südbayern durch je eine Person gewährleistet.

Internetauftritt

Für die Gebietsbetreuer*innen wurde ein eigener Internetauftritt erstellt, der die derzeit betreuten besonders schützenswerten Gebiete in Bayern vorstellt und die jeweiligen Ansprechpartner bzw. Gebietsbetreuer*innen benennt:

Gebietsbetreuer in Bayern - Naturschutz. Für Dich. Vor Ort.

Auf einen Blick: Gebietsbetreuung der einzelnen Regierungsbezirke

Bibermanagement in Bayern

Derzeit gibt es einen Bibermanager in Südbayern und eine Bibermanagerin in Nordbayern:

Förderung

Der Bayerische Naturschutzfonds fördert gemäß seiner Satzung Bestrebungen für die Erhaltung der natürlichen Umwelt und der natürlichen Lebensgrundlagen. Alle bisher etablierten Gebietsbetreuungen können auch in der aktuellen Förderperiode von 1. April 2021 bis 31. März 2024 in gleichem Umfang fortgeführt werden. Zusätzlich konnte die Gebietsbetreuung für diese Förderperiode um fünf Gebiete im Alpenraum erweitert werden.
Informationen zur Förderung

Publikationen

In der Broschüre „Gebietsbetreuer in Bayern“ (2019) stellen die Gebietsbetreuerinnen und Gebietsbetreuer bildreich einzigartige Landschaften und seltene Arten Bayerns sowie ihre vielfältigen Naturschutzaktivitäten vor.

Zum 20-jährigen Jubiläum der Gebietsbetreuung bietet der Flyer „Gebietsbetreuung in Bayern – So vielfältig wie unsere Natur“ (2022) einen kurzen Überblick über die Aufgaben und betreuten Gebiete, sowie einen Rückblick auf die Entstehung und die ersten 20 Jahre der Gebietsbetreuung.

Veranstaltungen & Mitteilungen

20 Jahre Gebietsbetreuung – Jubiläumsfeier mit Staatsminister Thorsten Glauber am Staffelberg (02. Juni 2022)

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Bayerischem Naturschutzfonds und BayernTourNatur feierte Staatsminister Thorsten Glauber auf dem Staffelberg im Landkreis Lichtenfels (Oberfranken) mit der Landessprecherin der Gebietsbetreuung, Isolde Miller, und den Oberfränkischen Gebietsbetreuer*innen das 20-jährige Jubiläum der Gebietsbetreuung in Bayern. Die Veranstaltung gab den Auftakt zu einer Reihe von Jubiläumsveranstaltungen in allen Regierungsbezirken, die zwischen Juni und September 2022 stattfinden. Herr Glauber lobte die Gebietsbetreuer*innen als erfolgreiche Vermittler zwischen Mensch und Natur und betonte die Wichtigkeit ihrer Funktion und ihres Engagements für den Naturschutz in Bayern.

Fünf neue Gebietsbetreuer*innen nehmen im Alpenraum die Arbeit auf (Pressemitteilung vom 07.02.2022)

Auch im Winter sind gerade in den Alpen viele Besucher in der Natur unterwegs. Um störungsempfindliche Arten und Lebensräume zu schützen ist es wichtig Konzepte der Besucherlenkung zu entwickeln, umzusetzen und Besucher vor Ort zu informieren. Darum kümmern sich die Gebietsbetreuer*innen die seit diesem Winter Verstärkung durch fünf neue Kolleg*innen im oberbayerischen Alpenraum bekommen haben. Die neuen Stellen wurden im Rahmen des Modellprojekts „Besucherlenkung Alpen“ des Bayer Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) geschaffen und werden durch den Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.

Mehr Gebietsbetreuer*innen für die Oberbayerischen Alpen – Pressetermin mit Staatsminister Thorsten Glauber (21.06.2021)

Bei einem Ortstermin in Vorderriß im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verkündete Staatsminister Glauber den Start des Modellprojekts „Besucherlenkung Alpen“. Im Rahmen dieses Projekts werden auch fünf neue Gebietsbetreuerstellen geschaffen verteilt auf die oberbayerischen Alpenlandkreise Berchtesgadener Land, Traunstein, Rosenheim, Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Die Stellen werden mit insgesamt 1 Million Euro vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.